single

Shortlist zum Österreichischen Buchpreis 2017

Klartraum

Jung und Jung
Herbst 2017

Es ist immer dasselbe mit der Liebe. Oder doch nicht? Ändert sie sich, weil die, die lieben, sich ändern? Und wie sieht eine Liebe heute aus? Wo ist unter gegenwärtigen Bedingungen ihr Platz? Zwischen Familie und Karriere, in einer Welt, die es nahelegt, überall den eigenen Vorteil zu suchen, zu erzwingen, das Maximum herauszuschlagen, den Nachteil der anderen in Kauf zu nehmen. Ist die Liebe in Zeiten umfassender Ökonomisierung mehr als eine Verhandlungssache, bei der der eine die andere (oder umgekehrt) immer über den Tisch zieht? So wie im Fall von P, der Protagonistin, und A – dem Allerliebsten, dem Antagonisten? –, die sich das kleine große Glück einer leidenschaftlichen Affäre gegenseitig abringen, als wäre es ein Kampf auf Leben und Tod.

"Klartraum" ist nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2017.

Die Arbeit an "Klartraum" wurde gefördert durch ein Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien.

Pressestimmen

„analytisch präzise und zugleich hochpoetisch … komisch, ätzend und anspielungsreich, nicht zuletzt sprachlich furios“
Der Standard, 07.11.17.

„In ihrem Roman, der ungebrochen eindringlich über Existentielles spricht, ohne dabei pathetisch zu sein, der voller Ironie und Witz steckt, ohne bösartige Töne anschlagen zu müssen, verschneidet Olga Flor kunstvoll, sprachlich schillernd und mit scharfem Blick die privaten mit den gesellschaftspolitischen Krisen unserer Tage …“
Jurybegründung Österreichischer Buchpreis Shortlist, 10.10.17., mehr.

„Es ist ein anarchischer Liebesroman, den Olga Flor geschrieben hat, einer, der aufs Ganze geht, wo auch weltpolitische Zusammenhänge gelegentlich erwähnt werden … diese Auseinandersetzung privates Leben – politisches Leben ist eingewoben in diesen sehr, sehr kraftvollen Liebesroman.“
Rainer Moritz, Gemischtes Doppel: Lesetipps für den Bücherherbst. NDR Kultur, 05.10.17.

„Herausfordernd, eindringlich, überzeugend: Olga Flors Roman „Klartraum“ beschreibt den Entwurf einer unbeschränkten Liebe, einer zu Bruch gegangenen Leidenschaft in einem furiosen Aufschrei.“
Die Presse, 27.10.17.

„Wie sie aus den Wahrnehmungen der Protagonistin Metaphern für deren inneren Zustände herausfiltert, wie sie die dominante Innenwelt allmählich durch die Außenwelt zurückdrängt; wie sie scheinbar ganz nebenbei den Sommer der akuten Flüchtlingsnot abhandelt und das Psychogramm einer Frau „in ihren besten Jahren“ zeichnet, das ist der Autorin wahrlich fabelhaft gelungen.“, der Falter, 13.10.17.

„Flor präsentiert die Begegnung zwischen Mann und Frau als dichte Reflexionsstudie mit durchaus selbstironischen Facetten … Kühn und sprachlich brillant lotet Flor die feinen Ritzen des Zusammenlebens aus und offenbart dabei subkutan ein Stück DNA unserer Zeit.“
Die Furche, 28.09.17.

„„Klartraum“ seziert das Denken, Fühlen und Handeln in krisengebeutelten, entsolidarisierten und bis unter die Bettdecke ökonomisierten Gesellschaften und ihrer Protagonisten, deren Sehnsucht nach rosarotem Eskapismus ungebremst ist, während Staaten im Chaos und Boote im Meer versinken.“
Kleine Zeitung, 16.09.17.

„Mit beissender Ironie greift sie den zeitgeistigen Jargon auf und verortet diese Liebe selbstverständlich in unserer technologisierten und ökonomisierten Welt.“, WOZ, 14.09.17.